Von Flaschen zu Gläsern – Vom Schüler zum Meister

Aller Anfang ist schwer

Von nun an machte sie sich darüber Gedanken, welchen neuen Verwendungsmöglichkeiten gebrauchte Flaschen wohl zugeführt werden könnten, wenn man sie professionell bearbeiten könnte.

Da sie jedoch kaum Deutsch sprechen konnte, und auch keinerlei Erfahrung im Bereich der Glaserei hatte, schien dieses Vorhaben zunächst in unerreichbarer Ferne zu liegen. Dennoch begann sie damit, ihre Ideen auf ihrem Laptop in einer Datei namens „Once Upon a Bottle“ zu sammeln – ein angemessener Name, so dachte sie, für ein Vorhaben, welches nicht realistischer als ein Märchen zu sein schien. Bald darauf teilte sie ihren Einfall mit ihrem Ehemann Marc, welcher von der Idee begeistert war. Er ermutigte sie weiter daran zu arbeiten und ihren Traum zu verfolgen. So kam es, dass sie sich auf die Suche nach jemandem machte, der sie in der Bearbeitung von Flaschen ausbilden konnte.

Im Feld der Glasbearbeitung gibt es eine große Menge an Meistern, doch nur die wenigsten davon befassen sich mit der Verarbeitung von gebrauchten Flaschen, deren chemischer Aufbau meist unmöglich zu bestimmen ist. Dementsprechend ist die Arbeit mit Flaschenglas auf grundlegende Art und Weise anders als die Bearbeitung von normiertem Industrieglas mit bekannten Eigenschaften.Dennoch konnte Kirsten die Grundlagen des Glasereigewerbes von Meistern ihres Faches wie Gabrielle Metzger und Anne Hein erlernen. Die zur Bearbeitung von Flaschen nötigen speziellen Kenntnisse hingegen musste sie sich durch zahlreiche Versuche und selbst aneignen.
In den Jahren von 2013 bis 2016 verbesserte Kirsten stetig ihre Fähigkeiten, und eignete sich nach und nach das Wissen über die Eigenschaften verschiedenster Flaschentypen an. Doch wie es bekanntlicherweise heißt lernt man nur aus Fehlern, denn wir wissen ja: aller Anfang ist schwer.
Kirsten ließ sich jedoch nicht entmutigen und so gelang es ihr schlussendlich einen Weg zu finden, um diesen weggeworfenen und dennoch wunderhübschen Opfern der neuzeitlichen Konsumgesellschaft neues Leben einzuhauchen. Nach einem harten Kampf hatte sie nun alle Hürden überwunden und war zu einer Meisterin ihres eigenen Fachs geworden.
Heute arbeitet Kirsten in einem Atelier in Poing – einer Kleinstadt im Münchner Umland – wo sie hunderte upgecycelte Flaschen zum Verkauf anbietet.

 

Was wollen wir mit Once upon a bottle bewirken?

Kirstens Geschichte zeigt, dass Once upon a bottle mehr ist als nur ein Unternehmen. Es ist der Beweis, dass das unmöglich Scheinende mit den richtigen Überzeugungen immer möglich ist.
Wir wollen den Menschen nicht nur zeigen, dass man Müll wiederverwerten und etwas Neues daraus machen kann. Wir wollen zeigen, dass man etwas Verbessertes, Exklusives, Außergewöhnliches schaffen kann. Eine Sache, die man unbedingt haben will, obwohl man das davor nie gedacht hätte. Aus was Neuem was Neues zu schaffen kann jeder. Die Herausforderung ist es aus etwas komplett Veraltetem etwas Verbessertes zu schaffen.

Denn wir sind nur der Anfang… Es ist nicht nur ein Projekt, es ist eine Überzeugung.

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