Was ist Once upon a bottle?

Mit Once upon a bottle hat Kirsten Matos Thümecke ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem sich alles um Wiederverwertung von Flaschen dreht. Dabei werden leere Glasflaschen von örtlichen Restaurants, Hotels und Bars gesammelt und mit kunstfertiger Handarbeit in feinste Gläser, Teller, Dosen, Vasen, Windspiele, Lampen, Kerzenhalter und zahllose andere Artikel verwandelt.

 

 

Es war einmal ein kleines Mädchen…

Die aus Puerto Rico stammende Künstlerin war seit ihrer Kindheit von Glas in seinen verschiedensten Formen fasziniert. Als Mädchen suchte sie oft gemeinsam mit ihrer Mutter die Strände ihrer
karibischen Heimatinsel nach farbenprächtigem Seeglas ab. Sie war schon immer von diesen schillernden Juwelen begeistert. Dabei fragte sie sich stets, welche Geschichte diese nach vielen Jahren der Reise ans Ufer gespülte, winzigen Schätze wohl zu erzählen hätten. Es beeindruckte sie, wie das Meer so etwas weggeworfene Flaschen über Jahre hinweg in derartige Schönheiten verwandeln konnte.
Ihre Mutter war als überzeugte Befürworterin von Recycling und Nachhaltigkeit eine Inspirationsquelle für Kirsten. So wurden aus besonders schönen Flaschen anstelle von Abfall kreative Gefäße für Olivenöl, Essig und vielerlei andere Lebensmittel. Häufig waren es zudem Flaschen von persönlicher Bedeutung: Die eine entstammte einer Familienfeier, die andere dort einem romantischen Abendessen und die nächsten waren Geschenke eines alten Freundes. Dies machte Eindruck auf Kirsten, welche schließlich ihre eigene Sammlung begann und wunderhübschen und ungewöhnlichen Flaschen ein neues Zuhause und einen neuen Zweck gab.

… die endlich ihre Berufung fand.

Als Kirsten später ihr Studium der Soziologie abschloss war sie bereits voll und ganz damit beschäftigt, ihre ersten zwei Söhne aufzuziehen. Sie arbeitete zunächst im Jugendamt im US-Staat Georgia und war für Kinder in Pflegefamilien zuständig. Danach akzeptierte Sie eine Stelle als Lehrerin. Nach einiger Zeit bemerkte sie jedoch, dass dies nicht ihre wahre Berufung war. Zwar fand sie in ihrer Rolle als Mutter Erfüllung, doch insgeheim sehnte sie sich danach kreativ zu sein und handwerklich tätig zu werden. Im Alter von 40 Jahren – mit vier Söhnen und einer aufgelösten Ehe – stand sie schließlich vor einem Neuanfang.
So kam es, dass sie zu ihrer großen Liebe Marc Thümecke nach Deutschland zog. Noch immer auf der Suche nach ihrer Berufung, machte sich Kirsten daran eine Beschäftigung zu finden, in der sie künstlerisch tätig sein und ihren Beitrag zur Verbesserung der Welt leisten konnte.
Die umweltbewusste deutsche Einstellung zum Recycling war dabei eine erste Anregung, da ihr das Konzept etwas Gebrauchtes zu etwas Nützlichem zu machen sehr zusagte.

 

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